Mundgeruch - Ursachen und Therapien

Die Praxis ist seit dem 31.12.2007 geschlossen.

Erfahrungen aus meiner 7-jährigen Tätigkeit: www.Mundgeruch-Buch.de

Ursachen des chronischen Mundgeruches
Therapie des chronischen Mundgeruches













 

 

 

 

Ursachen des chronischen Mundgeruches

 

Die Ursachen des chronischen Mundgeruchs sind vielfältiger Natur. Über 70 % der Gründe für chronischen Mundgeruch liegen in der Mundhöhle selbst. Auch der Nasen- Rachenraum spielt bei der Entstehung des Mundgeruches eine wichtige Rolle. Ferner können Geruchsmoleküle im Darm in die Blutbahn aufgenommen und dann über die Lungen abgeatmet werden. Dies geschieht vor allem dann, wenn die Bakterienbesiedlung der Darmschleimhaut durch Antibiotika oder Bestrahlung geschädigt wurde und dadurch die Schleimhaut für alle möglichen Moleküle, die normalerweise nicht durch die Darmschleimhaut gelangen, durchlässig wird.

Die Ursache eines allmählich oder plötzlich auftretenden Mundgeruches, der über Wochen anhält, sollte unverzüglich vom Arzt abgeklärt werden.

 

Entstehung von Mundgeruch im Körper

Mundhöhle
    Zahnfleischentzündungen (blutendes Zahnfleisch)
    schlechte Füllungs- und Kronenränder
    große Karieslöcher
    ungepflegtes Gebiss
    Schleimhaut-Entzündungen und Geschwüre
    Mundtrockenheit
    bakterielle Fehlbesiedlung der Zunge bzw. des Zahnfleisches 
        (zum Beispiel nach Antibiotika)
    bösartige, geschwürige Tumore
   
Rachen
    Nasensekret läuft in den Rachen (postnasal drip)
    chronische Mandelentzündung
    bösartige, geschwürige Tumore

Speiseröhre
    Reflux-Oesophagitis (recht häufig)
    Ausstülpungen (Divertikel)
    Hiatus Hernie
    Pilz-Infektion (Candida)
    bösartige, geschwürige Tumore

Magen
    chronische Gastritis
    Übersäuerung
    Untersäuerung
    Infektion mit Helicobacter pylori

Darm
    Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarmes (zum Beispiel nach Antibiotika)
    Nahrungsmitteltunverträglichkeiten (Lactose-Intoleranz etc.)
    Verdauungsstörungen (z. Bsp. Fettverdauung)
    Erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarmes (= leaky gut syndrome)
    chronische Verstopfung

Nase/Nasennebenhöhlen
    Nasennebenhöhlenentzündung (Kieferhöhlen, Siebbeinzellen)
    Fremdkörper in der Nase
    Stinknase (Schleimhautzerstörung)
    bakterielle Fehlbesiedlung der Nasenschleimhaut
    bösartige, geschwürige Tumore

Bronchien/Lungen
    Fremdkörper
    chronische Bronchitis
    bösartige, geschwürige Tumore

Sonstige Allgemeinerkrankungen
   
Mangelerscheinungen (Zink, Vitamine etc.)
    Diabetes mellitus
    chronisches Nierenversagen
    chronische bakterielle Prostata-Entzündungen
    Gallenwegserkrankungen
    Leberzirrhose
    Pfortaderhochdruck
    u.v.m.

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Die Therapie des chronischen Mundgeruches

In vielen Fällen (ca. 70%) liegt die Ursache in der Mundhöhle selbst. Deshalb ist Ihr erster  Ansprechpartner Ihr Zahnarzt. Hier sollten Füllungen, Kronen und Zahnfleisch kontrolliert werden. Mundwässer und Gurgel- lösungen sind keine Dauerlösung, im Gegenteil. Bei zu häufiger Anwendung überwuchern schädliche Bakterien und verschlimmern so den Mundgeruch.

Der nächste Gang führt zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Dort werden Nase, Nasennebenhöhlen und Rachen untersucht (am besten mit dem Endoskop !). Mitunter muß eine Computertomographie gemacht werden.

Wird auch hier keine Ursache gefunden, sollte bei gleichzeitigem Vorliegen von Magen-Darm-Störungen - Durchfall, Verstopfung, Oberbauchschmerzen, Blähungen, Aufgetriebensein - ein Internist oder am besten ein Spezialist für diesen Bereich, ein Gastroenterologe, zu Rate gezogen werden.

Als weitere Möglichkeit müssen vom Lungenfacharzt krankhafte Prozesse in den tieferen Atemwegen, 
den Bronchien und den Lungen ausgeschlossen werden. 

Zuletzt sollte auch an eine Störung der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege (auch der Prostata!) gedacht werden. Aus diesem Grund kann der Urologe ein weiterer Ansprechpartner sein.

Da chronischer Mundgeruch fast immer durch eine Veränderung der Mikrobiologie (Bakterien und Pilze) auf den betreffenden Schleimhäuten hervorgerufen wird, sollte in jedem Fall die Einschaltung eines mikrobiologischen Fachlabors in Erwägung gezogen werden (Zungen-, Rachen-, Zahnfleischtaschenabstrich, Stuhl-Untersuchungen etc.)

Die Therapie beginnt bei einer konsequent optimalen Mundhygiene mit regelmäßiger Benutzung von Zahnseide und täglicher Zungenreinigung, geht über diätetische Maßnahmen und der Beeinflussung der Psyche bis hin bis zur Operation einer Hiatus Hernie oder einer chronisch entzündeten Nasennebenhöhle durch den Chirurgen.

Vielfach lässt sich der Mundgeruch nur ganzheitlich, mit homöopathischen Arzneien oder mit den Mitteln der TCM, der traditionellen chinesischen Medizin (Diäten, Kräuter und Akupunktur) heilen oder zumindest vermindern. Nur in ganz seltenen Fällen sollte die chemische Keule, d.h. müssen Antibiotika eingesetzt werden. In diesem Fall müssen die verursachenden Erreger genau erkannt und auf Resistenzen getestet  worden sein.

Zur Abklärung sind oft Besuche bei Ärzten verschiedener Fachrichtungen nötig. Leider haben viele Ärzte und Zahnärzte  eine gewisse Scheu vor dem Thema Mundgeruch. Dies erklärt auch, dass es in Deutschland so gut wie keine Fachliteratur zu diesem, für die Betroffenen oft sehr ernsten und quälenden Thema gibt. Noch schlimmer kommt es, wenn man bedenkt, dass die oft unkritische Gabe von Antibiotika durch den Arzt einen chronischen Mundgeruch erst auslösen kann.

Während es in den USA, in England und in Skandinavien bereits auf Mundgeruch spezialisierte Ärzte und Kliniken gibt, ist Deutschland in dieser Hinsicht noch ein Entwicklungsland.

Um dies zu ändern, habe ich mich - auch aus eigener leidlicher Erfahrung - auf die fachübergreifende Ursachenforschung und Therapie des chronischen Mundgeruches spezialisiert. 

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